Neuer Film: Michael Moore prangert US-Invasionspolitik an

Michael Moore

Dokumentarfilmer Michael Moore wird bei den Filmfestspielen in Toronto einen neuen Film über die US-Außenpolitik vorstellen. Der Name spricht für sich: „Where to Invade Next“.

Laut "Hollywood Reporter" hatte Moore bis zuletzt die Dreharbeiten geheim gehalten. "Jetzt ist das Geheimnis enthüllt: Ich habe einen neuen Film", verkündete der Regisseur auf einer Online-Pressekonferenz. Auf der Webseite der für September angesetzten Filmfestspiele heißt es, dass Moore mit seinem Film "das Pentagon vertreiben und selbst nach Amerika einmarschieren wird".

Dem Filmemacher zufolge befindet sich sein Land ständig im Kriegszustand, so dass es für ihn kein Problem war, Stoff für seinen satirischen Film zu sammeln. "Die Frage nach den USA in einem ewigen Krieg - das beschäftigte mich eine ganze Weile und hat die notwendige Satire für diesen Streifen bereitgestellt", betonte er.

Nach seinen Worten gab es jedoch keinen konkreten Militäreinsatz Washingtons, der ihn zu den Dreharbeiten inspiriert hätte. "Nach den 9/11-Anschlägen braucht unser Land unbedingt einen Feind, damit die USA ihre Rüstungsindustrie aufrechterhalten können und diverse Konzerne Geld machen können. Wer ist unser nächster Feind?", fragte Moore rhetorisch.

Moore produzierte den Film mit seinem Partner Carl Deal. Moore spezialisiert sich auf soziale und politische Satire, er kritisiert in seinen Werken den Kapitalismus und Neoliberalismus, die Globalisierung, große Konzerne und US-Politiker.

2003 wurde ihm der Oscar für "Bowling for Columbine" verliehen, 2004 die Goldene Palme in Cannes für "Fahrenheit 9/11", der zum kommerziell erfolgreichsten Dokumentarfilm in der Geschichte wurde.

Außerdem drehte der Regisseur mehrere Dokumentarfilme zu sozialwirtschaftlichen Problemen, unter anderem "Sicko" (2007), in dem er das US-amerikanische Gesundheitssystem kritisierte, "Slacker Uprising" (2008) und "Capitalism: The Love Story" (2009).

 

Foto: ©AP Photo/ Evan Agostini

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