Dağdelen vom Tagesspiegel falsch zitiert

Nachdem das Berliner Büro ein Interview mit Frau Dağdelen (Die Linke) veröffentlichte, wurde dieses Interview von Hans Monath vom "Tagesspiegel" aufgegriffen und eine ganze Passage falsch zitiert.

Sevim Dağdelen äußerte sich daraufhin auf ihrer Facebook-Seite:

„Ein Beispiel für den Qualitätsjournalismus des Berliner "Tagesspiegels": Der Parlamentskorrespondent des "Tagesspiegels ", Hans Monath, liest ein Interview und behauptet wahrheitswidrig: "Dağdelen sagte, Gauck fälsche die Geschichte, wenn er sage, das der Krieg in der Ukraine von Russland ausgegangen sei." Als Beleg für seine Falschbehauptung führt er meine Aussage zur Rede von Gauck in Danzig zum 75.

Jahrestags des Überfalls auf Polen an. Hier spreche ich deutlich über den Zweiten Weltkrieg und nicht etwa über den Krieg in der Ukraine. Herr Monath scheint hier entweder in boshafter Absicht oder völlig umnachtet etwas durcheinanderzubringen.

Im Interview sage ich: "Schändlich war genauso auch die Rede des Bundespräsidenten Gauck, der mich sowieso immer mehr an Hindenburg erinnert als an Heinemann als Bundespräsident, dessen großes Thema nicht, wie immer wieder gesagt wird, „Freiheit“ ist, sondern Gaucks großes Thema ist der „Krieg“. Dafür trommelt er immer wieder und dafür ist es ihm auch am 75. Jahrestag des Beginns des Zweiten Weltkriegs und des deutschen Faschismus, der fast 30 Millionen Opfer in der Sowjetunion gefordert hat, überhaupt nicht zu schade, in seiner Rede in Polen Geschichtsfälschung zu betreiben. Das macht er, indem er zum einen sagte, dass der Krieg von dort aus begann, dabei hat der Krieg nicht einfach so begonnen, wie ein Fußballspiel, sondern das Land wurde überfallen vom deutschen Faschismus, der Krieg wurde angefangen von den Deutschen.

Zum anderen droht er Russland und eskaliert die Situation, macht implizit einen Vergleich zwischen Putin und Hitler, und das ist meines Erachtens mehr als unpräsidial und auch schändlich vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte und der Opfer, der größten Opfer, die die Sowjetunion zu beklagen hatte gegen den deutschen Faschismus." Man darf sich sicher sein, dass Herrn Monath noch eine große Karriere beim Qualitätsmedium "Tagesspiegel" bevorsteht.“

Das Original-Interview mit Frau Dağedelen findet man hier

Den Artikel des "Tagessspiegels" hier

Foto: Flickr.com/dielinke_nrw/cc-by- sa 3.0

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