Lawrow warnt vor Volksverdummung: Nicht alle Migranten sind Syrer

Alle Flüchtlinge in der EU als Syrer präsentieren zu wollen, ist laut dem Außenminister Russlands, Sergej Lawrow, eine Verdrehung der Tatsachen und reine Volksverdummung.

„Man beschuldigt uns (Russland – Anm. der Red.) jetzt dessen, dass unsere Teilnahme an dem Anti-Terror-Kampf in Syrien beinahe zum Hauptgrund für die Flüchtlingskrise geworden ist, obwohl diese schon seit langem angefangen hat, als Libyen zerbombt und zu einem illegalen Schmuggelkanal für Migranten aus halb Afrika, dem Irak und Afghanistan wurde. Dort gibt es auch Flüchtlinge aus Pakistan. Man versucht immer wieder, es so hinzustellen, als ob alle, die sich derzeit in Europa befinden, Syrer seien. Das ist eine Verdrehung der Tatsachen und reine Volksverdummung“, sagte Lawrow gegenüber dem Fernsehsender REN-TV.

Moskau werde dem Minister zufolge immer wieder davon unterrichtet, dass „wir irgendwelche Flüchtlinge nach Skandinavien, Norwegen, Finnland abschieben“. Russland führe aber „einen normalen Dialog“ mit den Finnen und Norwegern über dieses Problem, „wir möchten diese Fragen strukturieren“.

„Es ist lächerlich, dass jedes Mal, wenn ein Problem entsteht, Russland als dessen Ursache hingestellt wird. Einige europäischen Politiker haben das schon verstanden — nicht nur aus den politischen Strömungen, die mit uns zusammenarbeiten und die mit den deswegen in Streit liegen, sondern auch Vertreter der Regierungsparteien vieler EU-Staaten“, ergänzte Lawrow.

Foto: © AFP 2016/ NIKOLAY DOYCHINOV

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