Nach MH17-Absturz: Ukrainischer Kampfjet kehrte ohne Raketen zurück

Nach MH17-Absturz: Ukrainischer Kampfjet kehrte ohne Raketen zurück

Ein ukrainischer Su-25-Kampfjet soll am Tag des Absturzes der malaysischen MH17-Passagiermaschine im Gebiet Donezk mit Luft-Luft-Raketen an Bord gestartet, jedoch ohne sie zurückgekehrt sein, berichtet die russische Zeitung "Komsomoljskaja Prawda".

Ein nicht näher bezeichneter Mitarbeiter eines ukrainischen Luftwaffenstützpunktes teilte der Zeitung mit, dass sich der Pilot des Kampfjets bestürzt über diesen Vorfall gezeigt habe. Wie der Informant mitteilte, diente er damals selbst auf der Luftwaffenbasis Awiatorskoje nahe Dnepropetrowsk.

"Das ist ein gewöhnlicher Flugplatz. Damals waren dort Kampfjets und Hubschrauber stationiert… Die Flugzeuge hoben regelmäßig ab, absolvierten Bombenflüge. Die Su-25-Flugzeuge bombardierten Donezk und Lugansk. Das dauerte lange… Am Nachmittag, knapp eine Stunde vor dem Abschuss der Boeing stiegen drei Kampfjets in den Himmel. An die genaue Zeit erinnere ich mich jetzt nicht. Eines der Flugzeuge war mit Luft-Luft-Raketen bewaffnet. Das war eine Su-25", erzählte der Mann.

Auf die Frage, ob es sich vielleicht nicht um Luft-Luft-Raketen, sondern um Luft-Boden-Raketen gehandelt habe, sagte er:

"Nein, ich konnte sie nicht verwechselt haben. Sie unterscheiden sich in Größe, Form und Farbe und haben einen Lenkungskopf. Sie waren einfach zu identifizieren."

"Nach kurzer Zeit kehrte nur eine Maschine zurück - die beiden weiteren wurden irgendwo im Osten der Ukraine abgeschossen. Es kehrte das Flugzeug zurück, das mit den Raketen bestückt gewesen war - jetzt aber ohne Raketen. Der Pilot zeigte sich darüber fassungslos"

,so die Quelle.

"Als der Pilot aus dem Flugzeug ausstieg, sagte er - es war ein anderes Flugzeug". Als er gefragt wurde, was mit dem Flugzeug geschehen sei, sagte er: "Das Flugzeug war zur falschen Zeit am falschen Ort. Alle Versuche zu einem Gespräch wurden sofort gestoppt. Auch die Piloten unterhielten sich nicht mehr miteinander. Sie sind so… arrogant."

Der Informant bezeichnete es als möglich, dass der Su-25-Pilot die Boeing mit einem Kampfjet verwechselt haben könnte.

"Vielleicht. Die Entfernung war groß. Er kann einfach nicht gesehen haben, was für ein Flugzeug das war." Die Raketen können Ziele in einer Entfernung von drei bis fünf Kilometern erfassen, darunter in einer maximalen Höhe von 7.000 Metern. "Der Pilot kann das Flugzeug nach oben richten und eine Rakete abfeuern. Die Reichweite der Rakete liegt bei mehr als zehn Kilometern"

, sagte er.

Der Quelle zufolge kann so eine Rakete einen Flugzeugkörper treffen.

"Das hängt von der Modifikation ab. Sie kann den Körper direkt oder 500 Meter vom Flugzeug entfernt treffen."

Hinsichtlich der Tatsache, dass die Splitter konzentriert eine Stelle trafen, mutmaßte der Informant, dass es sich um Schrapnelle gehandelt habe: Bei der Explosion einer solchen Rakete fliegen zuerst Schrapnelle und dann erst schlage der größte Gefechtsteil der Rakete ein.

Die Boeing 777 der Malaysia Airlines (Flug MH17) war am 17. Juli auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur im ostukrainischen Gebiet Donezk abgestürzt. An Bord waren 298 Menschen, darunter 193 Niederländer. Es gab keine überlebenden.

Die Kiewer Behörden machen die Aufständischen für die Katastrophe verantwortlich. Die Aufständischen verfügen nach eigenen Angaben jedoch über keine Raketen, mit denen sie ein Flugzeug in so einer Höhe hätten abschießen können. Wie es in einem Zwischenbericht zur Boeing-Katastrophe heißt, habe das Flugzeug wegen Struktur-Schäden zerfallen, die durch massive Einschläge verursacht wurden. Wer die Geschosse abgefeuert hat, konnte bis heute nicht ermittelt werden.

Foto: AP/Antonio Bronic

Quelle

Globist

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