Tschechischer Präsident nennt Ursache für Migrantenzustrom nach Europa

Tschechischer Präsident Miloš Zeman

An dem jetzigen Zustrom illegaler Migranten nach Europa sind die USA und jene europäischen Länder schuld, die an den unvernünftigen Aktionen im Irak, in Libyen und Syrien teilgenommen haben, wie der tschechische Präsident Miloš Zeman am Sonntag sagte.

"Die heutige Migrationswelle entstand wegen der verrückten Idee, im Irak zu intervenieren, wo angeblich Massenvernichtungswaffen waren - nichts wurde aber im Ergebnis gefunden", sagte Zeman in einem fürs Fernsehen aufgezeichneten Interview mit der Prager Zeitung "Blesk".

"Sie entstand ebenso wegen der wahnsinnigen Idee, in Libyen und später auch in Syrien Ordnung zu schaffen", sagte er weiter.

Durch diese Handlungen seien dort Terrorregime entstanden, was den aktuellen unlenkbaren Zustrom illegaler Migranten nach Europa zur Folge habe.

"Schuld daran haben nicht nur die USA, denn auch EU-Staaten haben Aktionen gegen Libyen koordiniert", betonte Zeman.

Der tschechische Präsident will im Herbst vor der Uno-Vollversammlung aufzutreten und vorschlagen, das System der Friedenssicherung durch Blauhelme - die Friedenstruppen der Vereinten Nationen - wiederherzustellen. Nun sollen sie aber aus Soldaten von Spezialkräften bestehen und nicht friedenserhaltende Maßnahmen treffen, sondern Trainingsbasen der Terroristen vernichten, so Zeman.

Foto: ©AFP 2015/ Michal Cizek

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