Assoziierungsabkommen

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Vor acht Jahren wurde ein demokratisch gewählter Präsident von Demonstranten, die Fahnen der Europäischen Union schwenkten, seines Amtes enthoben. 2014 argumentierte ich, dass der Drang der EU nach Osten provokativ und töricht sei. Die Geschichte hat mir Recht gegeben.

Ein Kommentar von Paul A. Nuttall

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat bei seinem Redebeitrag im Rahmen der Münchner Sicherheitskonferenz den „US-amerikanischen und europäischen Partnern“ vorgeworfen, dass sie auf jeder Stufe des Konfliktes weiter eskaliert hätten. Als Beispiel nannte er die Weigerung der EU, die russischen Bedenken hinsichtlich des EU-Ukraine Assoziierungsabkommens zu diskutieren. Gleichzeitig betonte er die russische Bereitschaft zu einer Friedenslösung unter Respektierung der territorialen Einheit der Ukraine.

Wie der ehemalige Ministerpräsidenten der Ukraine, Nikolai Asarow, berichtet, waren es nicht russische, sondern EU-Spitzenbeamte, die dem Land, sollte es sich gegen das Assoziierungsabkommen mit der EU stellen, mit einem Regime-Change drohten. Die US-Regierung soll sich nach Asarows Aussagen, proaktiv dafür eingesetzt haben, den damaligen ukrainischen Präsidenten zu entmachten.