Kurdistan

Die Gründe für die heutige Situation der Kurden reichen bis zum Ende des Ersten Weltkrieges zurück. Ohne eigenen Staat lebt das Volk in Syien, im Irak, im Iran und der Türkei als Minderheit. 1987 gründete sich die Kurdische Arbeiterpartei PKK, bald darauf begann sie den bewaffneten Kampf. In vielen Kurdengebieten herrschen heute bürgerkriegsähnliche Zustände. Vor allem auf türkischem Staatsgebiet treten immer wieder Spannungen zwischen Türken und Kurden auf, welche sich sogar bis nach Deutschland verlagern.

Die neue polnische Regierung hat ein neues umstrittenes Mediengesetz verabschiedet und ein Gesetz zur Reform des Verfassungsgerichts unterzeichnet. Daraufhin hat die EU die Regierungspartei "Recht und Gerechtigkeit" (PiS) mehrfach gewarnt und ein Verfahren eingeleitet. Polens Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Was bei unserem Nachbar nun vor sich geht und ob die Sorgen der EU berechtigt sind, fragte RT Deutsch-Reporterin Maria Janssen den Publizisten und Osteuropa-Experten Rainer Lauterbach.

Am Sonntag kam es zu zahlreichen Festnahmen pro-kurdischer Demonstranten in der Türkei. Derweil intensiviert das türkische Militär seine Operationen in den Kurdengebieten. Laut Menschenrechtsgruppen wurden während dieses Einsatzes bereits rund 100 Zivilisten getötet. Auch die kurdische Partei HDP gerät zunehmend unter Druck. Gegenüber RT fordert die HDP-Politikerin Feleknas Uca die Europäische Union dazu auf, einzugreifen.


Seitdem in der türkischen Stadt Suruc ein Anschlag gegen die Jugendpartei der Sozialisten verübt wurde, eskalieren Spannungen zwischen der Türkei und der Arbeiterpartei Kurdistans, der PKK. Die Türkei erklärt, den Islamischen Staat bekämpfen zu wollen, bombardiert aber gezielt Stellungen der PKK, die bisher schlagkräftigste Gruppierung gegen den IS, und ist gewillt die NATO mit in den Konflikt zu ziehen. Doch wer steckt tatsächlich hinter dem Attentat von Suruc? Ein Kommentar von RT-Reporter Nicolaj Gericke.