Lobbyismus


Am 13. bis 17. Juli findet die zehnte TTIP-Verhandlungsrunde in Brüssel statt. Europäische Regierungsmitglieder betonen immer wieder, dass Interessen der Bürger für sie an erster Stelle stehen. Der Redaktion von Der Fehlende Part liegt ein Brief vor, der diese Aussagen anzweifeln lässt. Wessen Interessen vertritt das umstrittene Transatlantische Abkommen wirklich und was verbirgt sich hinter den juristischen Ausdrücken wie „Investor-Staat-Schiedsverfahren“?

In der Sendung:
Wenn es um die inhaltliche Zusammenstellung des transatlantischen Freihandelsabkommens zwischen den USA und EU geht, halten seit Langem Kritiker den Atem an und warnen vehement vor einem Wirtschaftsraum der Eliten und multinationalen Konzerne mit Sitz in den Vereinigten Staaten.

Hermann Ploppa, Publizist und Autor, erörtert welche transatlantischen Eliten besonders gute Lobby-Arbeit in Brüssel und Washington leisten.

Marktwirtschaft ist für die EU traditionell eher ein notwendiges Übel als eine Herzensangelegenheit. Nun will man angeblichen Marktverzerrungen durch die Dominanz des russischen Erdölkonzerns Gazprom durch noch weniger Markt und noch mehr Zentralismus entgegensteuern.

Wer badet die Machenschaften zwischen Politik und Wirtschaft aus? Der gemeine Steuerzahler! Besonders Lobbyverbände aus der Gesundheitsbranche haben einen schlechten Ruf. Der Pharmaindustrie jedenfalls spielen Manipulationen und Lobbyismus satte Gewinne ein.