PKK

Die Gründe für die heutige Situation der Kurden reichen bis zum Ende des Ersten Weltkrieges zurück. Ohne eigenen Staat lebt das Volk in Syien, im Irak, im Iran und der Türkei als Minderheit. 1987 gründete sich die Kurdische Arbeiterpartei PKK, bald darauf begann sie den bewaffneten Kampf. In vielen Kurdengebieten herrschen heute bürgerkriegsähnliche Zustände. Vor allem auf türkischem Staatsgebiet treten immer wieder Spannungen zwischen Türken und Kurden auf, welche sich sogar bis nach Deutschland verlagern.

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Der Ton zwischen den NATO-Partnern Türkei und USA wird rauer. In einer Rede, die mit den Worten „Hey, Amerika“ begann, beschuldigte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan die USA, Mitschuld am Blutbad in Syrien zu tragen, da Washington nicht auf die Warnungen aus Ankara gehört habe und sich weigere, die syrisch-kurdische „Demokratische Unionspartei“ (PYD) und deren „Volksverteidigungseinheiten“ (YPG) zu Terrororganisationen zu erklären. Zudem warf er den USA "Prinzipienlosigkeit" vor.


Seitdem in der türkischen Stadt Suruc ein Anschlag gegen die Jugendpartei der Sozialisten verübt wurde, eskalieren Spannungen zwischen der Türkei und der Arbeiterpartei Kurdistans, der PKK. Die Türkei erklärt, den Islamischen Staat bekämpfen zu wollen, bombardiert aber gezielt Stellungen der PKK, die bisher schlagkräftigste Gruppierung gegen den IS, und ist gewillt die NATO mit in den Konflikt zu ziehen. Doch wer steckt tatsächlich hinter dem Attentat von Suruc? Ein Kommentar von RT-Reporter Nicolaj Gericke.